TL;DR
- Die La 125 Multi Boiler bildet das Zentrum der angekündigten Station.
- Perfect Moose ist für die automatische Milchzubereitung vorgesehen, Puqpress für das elektrische Verdichten des Kaffeemehls.
- BibeCoffee beschreibt die Anbindung der Espressomaschine an seine Plattform für Betriebsdaten.
- Wiederholbare Ergebnisse und höhere Rentabilität sind Herstellerziele, deren Wirkung für die Gesamtstation noch nicht durch Vergleichsmessungen belegt ist.
La San Marco ergänzt die La 125 um Technik von drei Partnern
La San Marco stellt seine Espressomaschine in einen größeren Zusammenhang: Zur La 125 Multi Boiler kommen die Telemetrie- und Datenlösung von BibeCoffee, ein System zur automatischen Milchzubereitung von Perfect Moose sowie ein elektrischer Tamper von Puqpress. Diese Zusammenstellung kündigte der Hersteller am 16. Oktober 2026 für die TriestEspresso vom 21. Oktober bis zum 23. Oktober an.
Die LA 125 war bereits im Juni als Espressomaschinenplattform vorgestellt worden, wie die damalige Mitteilung im SEB-/WMF-Presseportal dokumentiert. Die Oktober-Nachricht ergänzt diese Plattform um die konkrete Zusammenstellung mit drei Technikpartnern.
Für eine Kaffeebar lässt sich die Idee am Cappuccino nachvollziehen. Bis er auf der Untertasse steht, durchläuft die Zubereitung unterschiedliche Arbeitsschritte. Das Stationskonzept ordnet einige davon spezialisierten Geräten zu und ergänzt Informationen zum Betrieb der Espressomaschine.
Einzelne Geräte übernehmen Tampen und Milchzubereitung
Puqpress übernimmt im angekündigten Konzept das elektrische Tampen, also das Verdichten des Kaffeemehls im Siebträger. Die La 125 Multi Boiler ist die zentrale Espressomaschine, während Perfect Moose die automatische Milchzubereitung abdeckt. Diese Aufgabenverteilung nennt die Herstellerankündigung zur Espresso Station.
Die Automatisierung betrifft damit einzelne Schritte der Zubereitung. Eine vollständig automatisch zubereitete Tasse Cappuccino beschreibt La San Marco in der Ankündigung nicht. Welche Perfect-Moose-Ausführung und welches Puqpress-Modell zur Station gehören, bleibt offen.
Bei der Planung einer solchen Kaffeebar zählen auch die Wege zwischen den Geräten. Der Siebträger gelangt nach dem Tampen zur Brühgruppe, das Milchkännchen später zur Tasse. Die Position von Geräten und Ablagen beeinflusst, wie das Team diese Handgriffe miteinander verbindet.
Für die Hotelbar berührt die Zusammenstellung außerdem die Einweisung. Beschäftigte lernen die Bedienung der einzelnen Geräte und den Ablauf am gemeinsamen Arbeitsplatz kennen. Dabei bleibt die Milchzubereitung ein eigener Arbeitsschritt neben der Espressozubereitung, auch wenn beide im selben Stationskonzept zusammenkommen.
BibeCoffee macht Betriebsdaten der Espressomaschine zugänglich
BibeCoffee ergänzt die Zubereitung um Telemetrie. Der Begriff bezeichnet die Übertragung von Betriebsdaten zur Beobachtung und Auswertung. Der Technikpartner beschrieb bereits am 11. Oktober die LA 125 als mit seiner Plattform verbunden und kündigte Einblicke in die Maschinenleistung in Echtzeit an.
Der Partnerbeitrag belegt damit die Maschinenanbindung. Welche Datenfelder diese Konfiguration bereitstellt und wie häufig sie aktualisiert werden, schlüsselt BibeCoffee nicht auf. Auch eine gemeinsame Datenansicht oder Steuerung von Espressomaschine, Milchsystem und Tamper bleibt in den Ankündigungen von BibeCoffee und La San Marco offen.
Für Betreiber verbindet das Konzept somit die Arbeit an der Tasse mit Informationen über die Espressomaschine. Wie weit die übrigen Komponenten technisch miteinander verbunden sind, geht aus der beschriebenen Aufgabenverteilung nicht hervor.
Was die Station kostet und wer sie betreut, ist noch offen
La San Marco verbindet die Espresso Station mit Zielen wie wiederholbaren Ergebnissen, weniger Verschwendung und höherer Rentabilität. Das sind Aussagen des Herstellers. Veröffentlichte Vergleichsmessungen zu Zeitersparnis, Durchsatz oder Personalaufwand der vollständigen Station liegen nicht vor.
Für ein konkretes Angebot fehlen zudem Angaben zum Paketpreis und zu möglichen laufenden Telemetrieentgelten. Auch Bestellbarkeit und Liefertermine für Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie der Umfang von Installation, Einweisung und Service sind bislang nicht beschrieben.
Die gemeinsame Planung mehrerer Geräte macht die Betreuung zu einem greifbaren Punkt im Angebot. Bei einer Anfrage lässt sich deshalb konkret klären, wer den Service übernimmt, wenn das Milchsystem eine Störung meldet.
Nachgetragen am 22.10.2026; Quellenstand bis 20.10.2026.