TL;DR
- Marqii beobachtet bei aktualisierten Öffnungszeiten in seiner Kundenbasis höhere Suchansichten und Gästeaktionen.
- Regelzeiten und Sonderzeiten werden getrennt gepflegt.
- Öffnungszeit, Bestellschluss und interne Vorbereitung erhalten klar benannte Zeitfelder.
- Das GastroNews-Arbeitsmodell kontrolliert vier öffentliche Gastansichten nach jeder Änderung.
Eine falsche Öffnungszeit führt zu Anrufen oder einem unnötigen Weg zur Tür. Bei einer geschlossenen Gesellschaft am Abend können zusätzlich Reservierungen eingehen, die Küche und Service später absagen müssen.
Marqii wertete für seinen Bericht Plattformdaten von 1.091 Accounts mit 10.777 Restaurantstandorten aus und befragte zusätzlich 54 Betreiber. Im Gesamtvergleich verzeichneten Standorte mit aktualisierten Öffnungszeiten durchschnittlich 177 tägliche Suchansichten, Standorte ohne Aktualisierung 42.
Die Daten stammen aus der Kundenbasis des Anbieters. Marke, Lage, Profilpflege und Marketing können die beobachteten Werte ebenfalls beeinflussen. Die Auswertung belegt einen Zusammenhang zwischen gepflegten Zeiten und Sichtbarkeit, aber keine Kausalität.
Regelzeiten und Sonderzeiten werden getrennt gepflegt
Eine Regelzeit beschreibt den wiederkehrenden Betrieb, etwa Dienstag bis Samstag von 18 bis 23 Uhr. Eine Sonderzeit gilt für ein bestimmtes Datum, zum Beispiel für einen Feiertag, eine geschlossene Gesellschaft oder einen späteren Servicebeginn.
Die freigegebene Hauptquelle kann eine einfache Tabelle oder ein Stammdatenmodul sein. Sie enthält Datum, Beginn, Ende, betroffenen Bereich, verantwortliche Person und Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Betriebsleitung gibt die Änderung frei, eine benannte Person veröffentlicht sie auf den Gästekanälen.
Google trennt reguläre und spezielle Öffnungszeiten. Spezielle Zeiten verändern die Regelzeiten nicht und eignen sich für Feiertage oder einzelne Veranstaltungen. Bis zu sechs aufeinanderfolgende Schließtage lassen sich so im Unternehmensprofil eintragen; längere oder unbestimmte Schließungen führt Google über „vorübergehend geschlossen“. Die Google-Hilfe erläutert diese Möglichkeiten.
Für Restaurant, Küche und Lieferung gelten unterschiedliche Zeiten
Für Gäste bedeutet „geöffnet“ Zugang zu einem konkreten Angebot. Das Restaurant kann ab 18 Uhr Gäste empfangen, während die Küche Bestellungen bis 21.30 Uhr annimmt. Die Vorbereitungszeit der Küche bleibt intern und gehört nicht in die öffentliche Restaurantzeit.
Im Hotelrestaurant erhalten Frühstück für Hausgäste, öffentliche Restaurantzeit, Barzeit und Bestellschluss jeweils eine eigene Bezeichnung. Bei Abholung und Lieferung kommt die verfügbare Bestellzeit hinzu. So sieht ein Gast, wann er bestellen, abholen oder einen Tisch reservieren kann.
Google bietet für Angebote mit abweichenden Zeiten weitere Öffnungszeiten an, etwa für Lieferung, Take-away oder Abholung. Auch geteilte Öffnungszeiten lassen sich als zwei Zeitfenster pro Tag darstellen. Google erläutert, wie Regelzeiten, Pausen und zusätzliche Angebotszeiten geführt werden.
Nach jeder Änderung prüft das Team Website, Google und Buchungskanäle
Das GastroNews-Arbeitsmodell prüft nach jeder Änderung vier feste Punkte: die eigene Website, das Google-Unternehmensprofil, das Reservierungssystem und die Lieferplattform. Diese vier Ansichten bilden eine praxistaugliche Auswahl; weitere Kanäle ergänzt der Betrieb nach seinem Angebot.
Eine Person öffnet die öffentliche Ansicht auf Mobiltelefon und Desktop, ohne im Administrationskonto angemeldet zu sein. Sie kontrolliert die heutige Öffnungszeit, die nächste Ausnahmezeit, den Reservierungslink sowie die Angaben für Abholung oder Lieferung.
Ein Montagmorgen macht Abweichungen schnell sichtbar. Website, Google und Reservierungsansicht stehen nebeneinander offen. Meldet ein Kanal „geschlossen“, während ein anderer einen buchbaren Tisch anbietet, folgt die Korrektur auf dem betroffenen Profil.
Das GastroNews-Arbeitsmodell fasst die Prüfung als Kanalquote zusammen. Vier korrekte Ansichten bei fünf geprüften Kanälen ergeben 80 Prozent. Die Quote misst die Datenqualität der eigenen Gastansichten, nicht die Reichweite.
Feiertage und Veranstaltungen kommen frühzeitig in den Kalender
Feiertage, Hausveranstaltungen, Betriebsferien und private Buchungen wandern einmal im Monat aus dem Kalender in die Stammdaten. Google empfiehlt, gesetzliche Feiertage auch bei unveränderten Zeiten zu bestätigen, damit Besucher sehen, dass die Angabe geprüft wurde.
Für eine spontane Schließung läuft derselbe kurze Weg: Änderung freigeben, auf den wichtigsten Kanälen veröffentlichen, öffentliche Ansicht kontrollieren und Reservierungsgäste informieren. Bei mehreren Standorten ergänzen Standortcode und lokale Zeitzone die Daten, damit die Sonderzeit beim richtigen Haus erscheint.
Beim Tabellenimport prüft das Team zunächst einen Teststandort. Google weist darauf hin, dass leere Spalten mit Überschrift vorhandene Angaben löschen können. Eine gesicherte Fassung der Stammdaten hält die vorherige Zeit für eine Korrektur bereit.
Am folgenden Montag öffnet das Team die Restaurantansicht auf Website, Google, im Reservierungssystem und auf der Lieferplattform nebeneinander.