Freitag, 14. August 2026 GastroNews – Magazin für Profis
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Flatbreads als Zusatzverkauf in Café und Hotellobby prüfen

Smoothie King, eine US-Smoothie-Kette, baut sein Angebot mit warmen Speisen und Chicken Flatbreads aus. Das Unternehmen meldet für Juli neun Prozent vergleichbares Umsatzwachstum und nennt die neuen Flatbreads als wichtigen Treiber. Für Smoothie-Bars, Cafés und Hotel-Lobbys entsteht daraus ein praktischer Anlass: Ein begrenzter Test klärt, ob ein Heißposten zusätzliche Nachfrage und einen tragfähigen Ergebnisbeitrag bringt.

TL;DR

Ein Smoothie ist schnell gemixt, ein Flatbread braucht seinen festen Platz in der Schicht. Ofen, Mixer, Kühlung und Ausgabe treffen auf engem Raum zusammen. Der Ablauf entscheidet, ob die Kombination zügig beim Gast ankommt.

Das US-Fachmedium Nation’s Restaurant News berichtet über Smoothie Kings Juli-Ergebnis. Die Kette nennt neun Prozent vergleichbares Umsatzwachstum und bezeichnet die neuen Chicken Flatbreads als wichtigen Treiber. Diese Unternehmensangabe beschreibt ein konkretes US-System und liefert keine Umsatzprognose für einen Standort im DACH-Raum.

Restaurant Dive berichtete im Mai 2026, dass Smoothie King Öfen im System installiert, um Flatbreads und weitere Food-Angebote vorzubereiten. Zuvor hatte die Kette bereits Toasts und Proteinboxen eingeführt. Die Produktseite beschreibt die Chicken Flatbreads mit gegrilltem Hähnchen, Tomaten, Käse sowie Chipotle-, Ranch- oder Pesto-Sauce.

Zu welchen Tageszeiten ein warmer Snack ins Angebot passt

Ein warmer Snack kann die Mittagslücke bedienen, die Ankunftszeit in der Hotellobby begleiten oder den frühen Abend ergänzen. Eine klare Kombination erleichtert die Kommunikation: Smoothie plus Flatbread, Kaffee plus Toast oder Aperitivo plus warmer Snack.

Das GastroNews-Arbeitsmodell startet mit einem Kernartikel und höchstens zwei Varianten. Produktseite, Kasse und Team verwenden dieselbe Beschreibung für Portionsgröße, Zutaten, Allergene und vorgesehene Ausgabezeit.

Der Test betrachtet die Entwicklung über mehrere Werte. Ein Kombibon erweitert möglicherweise einen bestehenden Getränkekauf. Gesamtzahl der Bons sowie getrennte Getränke- und Food-Deckungsbeiträge im Vergleich zu passenden Referenztagen machen diese Entwicklung sichtbar.

Wie Getränk und Snack ohne Stau durch die Theke kommen

Der GastroNews-Standortversuch läuft über 14 oder 28 Verkaufstage. Vor dem Start prüft das Team Stromanschluss, Sicherung, Stellfläche, Belüftung nach Herstellerangaben, Zutatenkühlung und Reinigungsweg.

Jeder Kombibon erhält Zeitstempel für Bestellung, Produktionsbeginn, Ofenstart, Ausgabe und vollständige Übergabe. Die Zeit von der bestätigten Bestellung bis zur Übergabe wird für Getränkebons und Kombibons getrennt ausgewertet.

Der Schichtplan legt fest, wer Ofen und Ausgabe in den jeweiligen Zeitfenstern übernimmt. Die Schichtleitung hält falsche Varianten, fehlende Bestandteile, lange Wartezeiten, Ausschuss und Neuproduktionen fest. Diese Beobachtungen verbinden die Verkaufsmeldung mit dem tatsächlichen Ablauf an der Theke.

So zeigt die Rechnung, ob das Flatbread zusätzlichen Ertrag bringt

Die GastroNews-Speisenquote je Getränkebon lautet:

`Bons mit Heißposten und Getränk / alle Getränkebons im Testzeitraum × 100`

Enthalten 120 von 800 Getränkebons zusätzlich ein Flatbread, beträgt die Speisenquote 15 Prozent. Sie beschreibt die Verbindung von Food und Getränk im Testzeitraum.

Daneben vergleicht das Team Gesamtbons, Getränke-Deckungsbeitrag und Food-Deckungsbeitrag mit Referenztagen gleicher Wochentage und Uhrzeiten. Dadurch wird sichtbar, wie sich Kaufhäufigkeit und Ergebnisbeitrag im Testfenster verändern.

Der GastroNews-Deckungsbeitrag je Heißposten lautet:

`Nettoverkaufspreis − Zutaten − Verpackung − zurechenbare Arbeitszeit − Energie − Rabatte − Abschriften`

Die Arbeitszeit entsteht aus gemessenen Minuten mal betrieblichem Minutenkostensatz. Energie wird über gemessene oder nachvollziehbar zugeordnete Kilowattstunden mal Arbeitspreis angesetzt. Verpackung, Rabatte und Abschriften fließen je Stück oder mit ihrem im Test erfassten Betrag ein. Diese variablen und testbezogenen Zusatzkosten machen den Rechenweg nachvollziehbar.

Was vor dem ersten Verkauf bei Kühlung, Allergenen und Reinigung geklärt sein muss

Saucen, Käse und weitere Zutaten erhalten definierte Kühlplätze, eindeutige Beschriftung und feste Nachfüllzeiten. Die Smoothie-King-Produktseite nennt für die Saucen Allergene wie Ei, Milch und Soja. Variantenmanagement läuft daher gemeinsam mit der Allergenpflege.

In Deutschland betrifft die Allergeninformation die 14 Stoffe und Erzeugnisse, die in der Lebensmittelinformationsverordnung als Auslöser von Allergien oder Unverträglichkeiten aufgeführt sind. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erläutert die Vorgaben auch für lose Ware im Restaurant. Vor dem Test führt der Betrieb eine zugängliche schriftliche oder elektronische Übersicht, die zur Rezeptur am Standort passt.

Reinigungszeit für Ofen, Arbeitsfläche und Ausgabe steht ebenfalls im Schichtplan. Sie geht als gemessene Arbeitszeit in die Testrechnung ein.

Wie das Team nach dem Test über die Erweiterung entscheidet

Die Leitung legt vorab Freigabegrenzen für Speisenquote, Deckungsbeitrag, Bonzeit, Ausschuss und Fehler fest. Nach Ablauf des GastroNews-Tests liegen diese Werte neben den Beobachtungen aus dem Team, etwa zu Stellfläche, Nachfüllung und Ausgabe.

Vor einer Sortimentserweiterung verfolgt die Schichtleitung einen Kombibon vom Bestellbildschirm über Mixer und Ofen bis zur gereinigten Arbeitsfläche.

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