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Tirol zählt im September 6,5 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahresmonat

Tirol verzeichnete im September 2026 rund 3,71 Millionen Übernachtungen, 6,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Landesstatistik Tirol weist zugleich unterschiedliche Zuwächse nach Unterkunftsarten und Herkunftsmärkten aus. Für Hoteliers bietet die Auswertung einen regionalen Vergleich für den eigenen Septemberabschluss, bei dem besonders das passende Unterkunftssegment und der Gästemix zählen.

TL;DR

Tirol verzeichnet mehr Ankünfte und Übernachtungen als im Vorjahr

Tirols Beherbergungsbetriebe kamen im September 2026 auf 3.710.854 Übernachtungen. Gegenüber September 2025 sind das 225.111 zusätzliche Nächte oder ein Zuwachs von 6,5 Prozent. Grundlage ist die Monatsauswertung der Landesstatistik Tirol mit Stand vom 22. Oktober 2026.

Auch die Ankünfte stiegen: 1.109.089 wurden gezählt, 8,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Eine Ankunft kann mit mehreren Übernachtungen verbunden sein. Die beiden Kennzahlen beschreiben daher unterschiedliche Teile der Beherbergungsnachfrage.

Die Ankünfte nahmen prozentual stärker zu als die Übernachtungen. Für den Monatsvergleich bleibt die Zahl der Nächte die gemeinsame Größe, anhand derer die Landesstatistik auch Unterkunftsarten und Herkunftsmärkte gegenüberstellt. Sämtliche hier genannten Veränderungen beziehen sich auf September 2026 gegenüber September 2025.

Die Übernachtungen in gewerblichen Ferienwohnungen steigen um 13,4 Prozent

Bei gewerblichen Ferienwohnungen stiegen die Septemberübernachtungen um 13,4 Prozent auf 430.910. Drei-Sterne-Betriebe erreichten 559.507 Übernachtungen und ein Plus von 2,3 Prozent. Die zusammengefasste Kategorie der Fünf- und Vier-Sterne-Betriebe kam auf 1.449.306 Übernachtungen, 4,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Diese Werte weist Tabelle 1.4 der Landesstatistik aus.

Gewerbliche Ferienwohnungen legten damit unter den ausgewählten Kategorien prozentual am stärksten zu. Die zusammengefassten Fünf- und Vier-Sterne-Betriebe verzeichneten zugleich das größte Übernachtungsvolumen dieser drei Gruppen. Wachstumsrate und Größe einer Unterkunftskategorie ergeben also unterschiedliche Rangfolgen.

Die Prozentwerte beziehen sich jeweils auf die Übernachtungen derselben Kategorie im September 2025. Private Ferienwohnungen bilden eine andere statistische Gruppe und sind in den genannten 430.910 Nächten der gewerblichen Angebote nicht enthalten.

Ein Wechsel einzelner Gäste zwischen Hotel und Ferienwohnung lässt sich aus dieser Gegenüberstellung nicht ablesen. Sie beschreibt, wie sich die erfassten Übernachtungen der jeweiligen Unterkunftsarten entwickelt haben.

Auf deutsche Gäste entfallen 62,1 Prozent der Übernachtungen

Auf Gäste aus Deutschland entfielen 2.304.346 Übernachtungen. Ihr Anteil an sämtlichen Tiroler Septemberübernachtungen betrug damit 62,1 Prozent. Die Rechnung lautet: 2.304.346 geteilt durch 3.710.854, multipliziert mit 100, ergibt gerundet 62,1 Prozent.

Gegenüber den Übernachtungen des deutschen Herkunftsmarkts im September 2025 betrug der Zuwachs 5,0 Prozent beziehungsweise 109.382 Nächte. Die Angaben stammen aus Tabelle 1.2 der amtlichen Auswertung. Der Marktanteil beschreibt Deutschlands Gewicht im aktuellen Monat; die Wachstumsrate vergleicht den Herkunftsmarkt mit seinem eigenen Vorjahreswert.

Für die Niederlande nennt dieselbe Tabelle 226.460 Übernachtungen. Gegenüber September 2025 waren das 14,1 Prozent oder 27.954 Nächte mehr.

Der niederländische Markt wuchs somit prozentual kräftiger. Deutschland brachte wegen seiner größeren Ausgangsbasis deutlich mehr zusätzliche Übernachtungen. Die absolute Zunahme beziffert, wie viele Nächte zum Vorjahreswert hinzukamen, während die Rate diesen Zuwachs zur jeweiligen Ausgangsgröße ins Verhältnis setzt.

Für die Einordnung des Gästemixes ergänzen sich diese Angaben: Ein großer Herkunftsmarkt kann bereits bei einer niedrigeren Wachstumsrate mehr zusätzliche Nächte bringen als ein kleinerer Markt mit stärkerem prozentualem Plus.

So vergleichen Hotels ihre Septemberzahlen mit den Landeswerten

Das Übernachtungsvolumen allein erlaubt keine Aussage über Auslastung, Erlöse oder Gewinn. Dafür wären zusätzlich Kapazitäts-, Erlös- und Kostendaten erforderlich. Auch die Ursachen des Wachstums, etwa Wetter, Preise oder Veranstaltungen, bleiben anhand dieser Auswertung offen.

Legen Sie die Übernachtungen Ihres Hauses aus September 2026 neben September 2025 und vergleichen Sie die Veränderung mit der passenden Tiroler Unterkunftskategorie. Stellen Sie ergänzend die Entwicklung Ihrer wichtigsten Herkunftsmärkte den entsprechenden Landeswerten gegenüber.

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