Montag, 2. November 2026 GastroNews – Magazin für Profis
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Meliá Pattaya will sämtliche Hotelshopgewinne für die künstlerische Jugendförderung einsetzen

Das Hotel Meliá Pattaya im thailändischen Pattaya verbindet seine Boutique The GALLERY mit einem sozialen Zweck: Sämtliche Shopgewinne sollen nach Unternehmensangaben die künstlerische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen unterstützen. Verkauft werden thailändisches Kunsthandwerk und weitere lokale Produkte. Für Hotels in DACH liefert das Angebot einen konkreten Ansatz, wie regionale Produzenten Teil des Gästeangebots werden können.

TL;DR

Holz-Tuk-Tuks gehören zum Sortiment für Gäste und Besucher

Hölzerne Tuk-Tuk-Souvenirs von DAWOOD Voyage Travel Souvenirs gehören zum Sortiment der Boutique The GALLERY im Meliá Pattaya. Die PR-Mitteilung vom 15. September nennt die kleinen Fahrzeugmodelle als eines der Produkte thailändischer Hersteller. Das Angebot war damit bereits im September beschrieben; ein genauer Eröffnungstag geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Der Fachbericht vom 13. Oktober in Australasian Leisure Management, einem australischen Fachmedium für Freizeitwirtschaft, Tourismus und Hotellerie, stellt die Boutique als Verkaufsfläche für Designer, Künstler und Kunsthandwerker vor. Sie richtet sich an Hotelgäste und Besucher.

Das Holz-Tuk-Tuk steht dabei für eine erkennbare Reiseerinnerung. Andere Waren im Shop sind für den Gebrauch zu Hause gedacht. Die Auswahl verbindet damit unterschiedliche Anlässe für einen Einkauf während des Aufenthalts.

Neben Souvenirs gibt es Duftöle, Webarbeiten und Keramik

Von Mesook Farm, einem thailändischen Anbieter von Duft- und Wellnessprodukten, führt die PR-Mitteilung aromatische Produkte und Massageöle auf, darunter Jasmin- und Zitronengrasdüfte. Der thailändische Kunsthandwerksanbieter Maison Craft wird mit Webmaterialien und traditionellen Techniken verbunden. Keramik und dekorative Gegenstände ergänzen das Sortiment.

Hoteldirektor Alexander Lopez beschreibt die Boutique in derselben Mitteilung als Möglichkeit, Gäste mit handwerklichen Traditionen und den Geschichten thailändischer Gemeinschaften vertraut zu machen. Der Herkunftsbezug ist damit Teil der erklärten Idee des Hotels.

Für einen Hotelshop lassen sich solche Gegenstände über Material und Herstellung vorstellen. Ein Öl, ein textiles Produkt und ein Holzobjekt bieten jeweils einen anderen Zugang zur Arbeit ihrer Produzenten. Welche Informationen die Boutique zu jedem einzelnen Artikel bereitstellt, erläutert die Mitteilung nicht näher.

Meliá sagt alle Shopgewinne für die Förderung junger Menschen zu

Sämtliche Gewinne aus der Boutique sollen nach Unternehmensangaben in die künstlerische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen reinvestiert werden. Die Veröffentlichung bezeichnet The GALLERY als Social Enterprise, also als sozial ausgerichtetes Geschäftsmodell.

Die Zusage bezieht sich auf Gewinne. Die an der Kasse eingenommenen Verkaufserlöse sind zunächst eine andere Größe; welche Kosten bei der Gewinnermittlung berücksichtigt werden, erläutert die Mitteilung nicht.

Die beiden aktuellen Veröffentlichungen nennen weder ausgezahlte Beträge noch konkrete Empfängerprogramme oder die Zahl bereits geförderter junger Menschen. Auch Einkaufskonditionen und Vergütung der Produzenten bleiben darin offen. Eine wirtschaftliche oder soziale Wirkung des Pattaya-Shops lässt sich deshalb bislang nicht beziffern.

Das Konzept gab es bereits im Meliá Chiang Mai

Initiator des Konzepts ist laut aktueller Mitteilung Asset World Corp Public Company Limited, kurz AWC, der Eigentümer des Hotels. Die Boutique in Pattaya gehört zu einem größeren Netzwerk.

Ein Fachbericht vom März 2024 dokumentiert The GALLERY bereits im Meliá Chiang Mai. Auch dort wurde Kunsthandwerksverkauf mit kultureller Förderung verbunden.

Regionale Produzenten können das Angebot im Hotelshop ergänzen

Für Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet sich die Verbindung von Sortiment und Herkunft als Anregung an. Eine regionale Keramikwerkstatt könnte beispielsweise Schalen für einen Hotelshop liefern. Gäste könnten so ein handwerkliches Produkt aus der Umgebung kennenlernen und als Erinnerung mitnehmen.

Welche Ware zum Haus passt, lässt sich am konkreten Gegenstand besprechen. Dabei stehen die Herstellung und die Lieferbeziehung ebenso im Mittelpunkt wie die Informationen für die Gäste.

Sprechen Sie mit einer örtlichen Werkstatt über ein konkretes Produkt für Ihr Haus. Klären Sie, welche Mengen sie liefern kann, wie sie vergütet wird und welche Angaben zu Material und Herstellung Sie den Gästen am Regal mitgeben können.

Nachgetragen am 22.10.2026; Quellenstand bis 15.10.2026.

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