Wine & Dine als Umsatz-Booster: So gelingen erfolgreiche Verkostungs-Events
TL;DR
- Wine & Dine als Umsatz-Booster: So gelingen erfolgreiche Verkostungs-Events.
- Wine & Dine, Whisky-Dinner oder Craft-Beer-Pairings: Kulinarische Verkostungsabende liegen im…
- Für Gastronomen bieten sie eine rentable Möglichkeit, Umsätze zu steigern und gleichzeitig…
- Warum diese Formate funktionieren und wie Sie sie erfolgreich umsetzen, erfahren Sie hier.
Teaser / Vorspann:
Wine & Dine, Whisky-Dinner oder Craft-Beer-Pairings: Kulinarische Verkostungsabende liegen im Trend – und zwar nicht nur bei Gästen. Für Gastronomen bieten sie eine rentable Möglichkeit, Umsätze zu steigern und gleichzeitig Stammgäste emotional zu binden. Warum diese Formate funktionieren und wie Sie sie erfolgreich umsetzen, erfahren Sie hier.
1. Der Hunger nach Erlebnis
Stellen Sie sich einen ganz normalen Dienstagabend vor. Das Lokal ist halb voll, die Stimmung ruhig – eigentlich ein klassischer „Durchschnittstag“. Doch was, wenn dieser Abend plötzlich zum Highlight der Woche werden könnte? Genau hier kommen Verkostungs-Events ins Spiel.
Viele Gäste suchen seit der Pandemie bewusster nach besonderen Momenten. Das Motto „Zeit statt Zeug“ prägt laut Branchenbeobachtungen zunehmend das Konsumverhalten: Erlebnisse sind attraktiver als materielle Geschenke. Ein Abend, der Genuss, Wissen und Gemeinschaft verbindet, trifft genau dieses Bedürfnis. Oder wie ein Gastronom es treffend formulierte: „Kaffee trinken und Pizza essen kann man jeden Tag.“ Der Zusatz: Ein kuratierter Weinabend hingegen fühlt sich exklusiv an.
Für Betriebe bieten diese Formate einen weiteren Vorteil: Sie können schwächere Wochentage füllen. Wer es schafft, an einem Dienstag 30 Gäste zu einem besonderen Menü zu versammeln, steigert nicht nur den Umsatz – er schafft auch einen Anlass, der im Gedächtnis bleibt.
2. Das Konzept: Mehr als nur Essen und Trinken
Ein klassisches Wine & Dine folgt einem klaren Ablauf: ein mehrgängiges Menü – meist vier bis sechs Gänge – abgestimmt mit passenden Getränken. Aber der eigentliche Mehrwert entsteht nicht auf dem Teller, sondern im Kopf der Gäste. Es geht um das „Warum“ hinter dem Geschmack. Terroir, Rebsorte, Herstellungsmethoden, Anekdoten vom Winzer – all das macht den Abend zu einer Art kulinarischer Erzählung.
„Ein Wein schmeckt anders, wenn man die Geschichte des Winzers dazu hört“, sagt ein Sommelier, der regelmäßig Verkostungsabende begleitet. Diese emotionale Verbindung kann kein Supermarktregal bieten.
Dank dieses Storytelling-Ansatzes entstanden in den vergangenen Jahren zahlreiche Varianten:
- Klassisch: Winzerabend mit persönlicher Präsentation
- Modern: Craft-Beer-Pairing für ein jüngeres, lockeres Publikum
- Nische: Whisky & Chocolate oder Gin & Tonic-Menüs für neugierige Genießer
Das Ziel ist immer dasselbe: Edutainment – eine Mischung aus Bildung und Unterhaltung. Gäste fühlen sich nicht nur bewirtet, sondern inspiriert. Und wer inspiriert geht, kommt erfahrungsgemäß wieder.
3. Planung & Partner: Wer moderiert?
Ein Verkostungsabend braucht eine kompetente Stimme. Ob Sommelier aus dem eigenen Haus oder externer Winzer, Brauer oder Brennmeister – der Experte führt durch den Abend, liefert Hintergrundwissen und schafft Atmosphäre. Und das muss nicht teuer sein: Viele Winzer kommen gerne kostenlos oder zu moderaten Kosten, wenn sie im Anschluss ihre Weine präsentieren oder verkaufen dürfen. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten.
Wichtig ist jedoch, dass auch Ihr Team eingebunden wird. Nichts ist peinlicher für einen sonst gelungenen Abend, als wenn ein Gast eine Frage stellt und der Service keine Antwort weiß. Die Lösung: ein kurzes internes Briefing oder sogar eine Mini-Schulung. Plattformen wie Weinhaftig zeigen, wie wertvoll solche Weiterbildungen sind.
Und es lohnt sich doppelt: Ihr Personal profitiert, wird sicherer im Umgang mit Produkten und kann künftig selbst selbstbewusster Empfehlungen aussprechen. „Learning by doing“ at its best.
4. Wirtschaftlichkeit: Tickets statt Reservierung
Verkostungsabende lassen sich wirtschaftlich klarer kalkulieren als ein normaler Restaurantabend. Der Grund: Sie verkaufen Tickets – idealerweise im Voraus.
Das bringt mehrere Vorteile:
- Planungssicherheit: Sie wissen genau, wie viele Gäste kommen und können den Wareneinsatz perfekt kalkulieren.
- No-Show-Prävention: Wer bezahlt hat, kommt. Viele Betriebe melden No-Show-Raten von nahezu 0 %.
- Höherer Pro-Kopf-Umsatz: Der Menüpreis ist fix, Zusatzangebote sind leichter kommunizierbar.
- Zusatzverkäufe: Weinpakete für zuhause funktionieren hervorragend – und hier lässt sich eine faire Provision vereinbaren.
Eine paraphrasierte Erfahrung aus der Branche lautet: „Seit wir mit Tickets arbeiten, haben wir an Event-Abenden keine leeren Tische mehr.“ Ein Vorteil, der direkt in die Liquiditätsplanung einzahlt.
Ein Punkt sollte dennoch nicht vergessen werden: klare Stornobedingungen. Ob in eigenen AGB, beim Online-Ticketshop oder im Kleingedruckten – kommunizieren Sie transparent, ab wann Tickets nicht mehr zurückgenommen werden können.
5. Marketing: Den Abend füllen
Ein gutes Event verkauft sich nicht von selbst. Aber es lässt sich hervorragend erzählen. Der Begriff „Exklusivität“ wirkt hier Wunder – selbst bei kleinen Gruppen. Formulierungen wie „Nur 30 Plätze“ oder „Limitierte Plätze“ erzeugen Aufmerksamkeit und machen das Angebot greifbar knapp.
Stammgäste sollten über Ihren Newsletter zuerst erfahren, dass ein neues Wine & Dine ansteht. Sie fühlen sich wertgeschätzt – und buchen oft schneller. Das bestätigt auch g-wie-gastro, wo Erlebnisse als zentraler Baustein der Kundenbindung beschrieben werden.
Social Media eignet sich hervorragend, um visuelle Neugier zu wecken: ein Blick auf eine geöffnete Weinflasche, die Menükarte, ein Porträt des Winzers oder ein kurzes Behind-the-Scenes-Video vom Eindecken der Tische. Inspiration finden Sie reichlich – ein Blick auf Instagram-Hashtags wie #winemakerdinner zeigt, wie emotional solche Abende aussehen können.
Auch der Geschenkebereich spielt eine Rolle: Immer mehr Gäste verschenken „Zeit statt Zeug“. Ein Ticket für einen Verkostungsabend ist ein ideales Präsent – und für Sie ein zusätzlicher Verkaufskanal.
Fazit / Ausblick
Verkostungs-Events sind weit mehr als ein hübsches Add-on. Sie bieten Gastronomen eine klare Möglichkeit, sich im Wettbewerb zu differenzieren, Gäste zu binden und Umsätze zu stabilisieren. Durch das Zusammenspiel aus Storytelling, gutem Essen und Expertenwissen entsteht ein Erlebnis, das Gäste nicht nur genießen, sondern auch weitererzählen.
Mit Tickets schaffen Sie Verbindlichkeit, reduzieren No-Shows, planen Ihren Wareneinsatz exakt und stärken gleichzeitig die Liquidität. In einer Branche, die immer stärker auf Erlebnisse setzt, werden solche Formate in den kommenden Jahren eher an Bedeutung gewinnen.
Wenn Sie jetzt beginnen, Ihr erstes Wine & Dine zu planen, schaffen Sie nicht nur einen besonderen Abend – Sie positionieren Ihren Betrieb nachhaltig als Gastgeber mit Format.
Kurz-Check für Ihren Betrieb
- Haben Sie einen passenden Experten (Sommelier, Winzer, Brauer) im Netzwerk?
- Können Sie ein Menü anbieten, das sich gut kalkulieren und vorbereiten lässt?
- Sind Ticketverkauf und Stornobedingungen klar geregelt?
- Haben Sie einen Marketingplan: Newsletter, Social Media, Stammgäste?
- Ist Ihr Team ausreichend gebrieft und motiviert für ein besonderes Event?
Bereit? Dann machen Sie aus Ihrem nächsten Dienstag ein Highlight.