TL;DR
- Das Verfahren gegen Booking.com betrifft den Umgang mit Betrugsrisiken und die Kennzeichnung bezahlter Platzierungen. Hotelinserate und Nachrichten an Gäste gehören zu den Themen der laufenden EU-Prüfung.
- Gustavo in Turku serviert im früheren Pizzabereich mediterran inspirierte Drinks. Am Wochenende bleibt die neue Cocktailbar länger geöffnet als die Küche; wirtschaftliche Ergebnisse des Umbaus sind öffentlich unbekannt.
- COMBINE empfiehlt kleinere Ausgangsportionen mit Nachschlag auf Wunsch. Verständliche Informationen zur Speisenauswahl sollen Gästen helfen, Gericht und Menge passend zu wählen; eine allgemeine Einsparquote lässt sich daraus nicht ableiten.
- Für die Dienstplanung trennt ein GastroNews-Arbeitsmodell Entwurf und Freigabe. Beim Verpackungseinkauf geht es um die seit dem 10. Oktober greifenden PFHxA-Grenzen und Nachweise zur jeweiligen Ware.
Buchungsplattformen begleiten den Kontakt zwischen Hotels und ihren Gästen, bevor jemand an der Rezeption steht. In Restaurants entscheidet die Nutzung eines Raums darüber, welches Angebot dort zu welcher Uhrzeit möglich ist. Solche Verbindungen zwischen Angebot und Ablauf ziehen sich durch die Ausgabe 43/2026. Wir bringen Nachrichten zusammen, an denen Verantwortliche eigene Entscheidungen prüfen können. Dabei bleibt jeweils erkennbar, ob eine Untersuchung läuft, ein Unternehmen eine Änderung umgesetzt hat oder Erfahrungen aus einem Projekt vorliegen.
Booking.com: Die Prüfung reicht bis zur Kommunikation mit Gästen
Die EU-Kommission beschäftigt sich bei Booking.com mit Betrugsrisiken sowie bezahlten Platzierungen auf der Unterkunftsplattform. Für Hotels berührt das ihren Auftritt in einem Umfeld, über das Gäste Informationen zum Haus erhalten. Auch Nachrichten rund um eine Buchung gehören zu diesem Kontakt. Die Titelgeschichte widmet sich damit einem Bereich, den ein Hotelteam betreuen muss, obwohl die technische Umgebung von einer Plattform stammt.
Der Ausgang des Verfahrens steht offen. Für die Lektüre ist dieser Stand wesentlich, weil die Untersuchung Fragen behandelt, deren abschließende Bewertung noch aussteht. Im eigenen Haus lässt sich daran ein Gespräch über den Plattformauftritt anschließen: Wer hält die Angaben zum Hotel aktuell, und wer kümmert sich um Rückfragen von Gästen zu erhaltenen Nachrichten? Die Antworten hängen von den Zuständigkeiten des jeweiligen Teams ab. Die EU-Prüfung gibt dafür einen konkreten Anlass.
Gustavo: Drinks nach Küchenschluss
Gustavo in Turku hat einen bestehenden Pizzabereich für eine Cocktailbar umgenutzt. Das finnische Restaurant bietet dort mediterran inspirierte Drinks an und öffnet die Bar am Wochenende länger als die Küche. Der Betrieb erweitert damit die Nutzung dieser Zone bis in eine Zeit, in der das Küchenangebot bereits endet. Für Restaurants mit vergleichbaren Räumen liegt darin ein Ansatz, die bisherigen Öffnungszeiten einzelner Bereiche zu überdenken.
Wer über eine solche Änderung nachdenkt, muss die möglichen Barstunden mit dem eigenen Personalplan verbinden. Zusätzliche Öffnungszeit verlangt eine passende Besetzung, deren Aufwand in die Kalkulation gehört. Ob im eigenen Haus genügend Nachfrage besteht, braucht ebenfalls eine belastbare Einschätzung. Zu Gustavo liegen öffentlich keine wirtschaftlichen Ergebnisse der Umnutzung vor. Die Geschichte liefert daher einen konkreten Umbaufall, an den andere Betriebe ihre eigenen Annahmen zu Nachfrage und Aufwand anlegen können.
COMBINE: Die erste Portion lässt sich verändern
An der Speisenausgabe setzt die Handreichung des EU-geförderten Projekts COMBINE an. Sie bündelt Erfahrungen gegen Lebensmittelverschwendung und empfiehlt unter anderem kleinere Ausgangsportionen mit Nachschlag. Gäste sollen außerdem verständliche Hinweise erhalten, die ihnen bei der Auswahl helfen. Für Betriebsrestaurants und Hotelkantinen betrifft das einen wiederkehrenden Moment im Service: Beschäftigte geben Essen aus, während Gäste entscheiden, welches Gericht und welche Menge sie möchten.
Ein Team, das den Ansatz aufgreifen möchte, kann den Weg zum Nachschlag im eigenen Ablauf durchgehen. Gäste müssen erkennen können, dass sie eine weitere Portion bekommen können; die Ausgabe braucht dafür einen praktikablen Ablauf. Um den Effekt später einzuordnen, wären Beobachtungen aus dem eigenen Betrieb nötig. Die Erfahrungen aus COMBINE erlauben keine allgemeine Prognose zur eingesparten Menge. Auch der Aufwand, den ein veränderter Ablauf für das Team bedeutet, gehört in die eigene Prüfung.
Dienstplanung und Verpackungseinkauf im selben Heft
Schichtleitungen gleichen erwartete Nachfrage mit verfügbaren und qualifizierten Beschäftigten ab. Das GastroNews-Arbeitsmodell hält fest, wann ein Dienstplan noch Entwurf ist, wann er freigegeben wird und wie spätere Änderungen davon zu unterscheiden sind. Wer diese Schritte im Team bespricht, kann die eigenen Zuständigkeiten daran prüfen. Die rechtlichen Hinweise des Artikels beziehen sich auf Deutschland.
Beim Einkauf von Papier und Karton mit Lebensmittelkontakt müssen Lieferantennachweise zur konkreten Ware passen. Die Ausgabe behandelt dazu die PFHxA-Beschränkung und weist auf zusätzliche PFAS-Vorgaben für Lebensmittelverpackungen hin. Wagamamas Reservierungsangebot in Großbritannien ergänzt das Heft um eine Änderung bei der Platzvergabe. Spontane Besuche bleiben dort möglich; Buchungen am selben Tag oder im Voraus hängen von den Kapazitäten des Restaurants ab.
Das vollständige Wochenmagazin lässt sich über den PDF-Zugang zu Ausgabe 43/2026 öffnen. Weitere Ausgaben sind im GastroNews-Magazinarchiv erreichbar.